Smartphone: Helferlein oder Lebenslast?

Das Smartphone ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch während wir nach der neuesten App suchen, die uns den Lebenswert erklärt, übersehen wir oft, dass genau dieses Gerät die echte Freude am Leben stören kann.

Manchmal fühlt man sich wie ein "App-Depp": Man jagt Updates hinterher, nur um festzustellen, dass das alte System eigentlich besser lief. "Never change a running system" – eine Weisheit, die im App-Wahn oft verloren geht.

Die Absurdität der "Alles-Könner"-Apps

Die technische Fantasie kennt keine Grenzen. Wir träumen von Apps, die uns durch den Alltag steuern, doch wo führt das hin? Ein kleiner Ausblick auf die (vielleicht nicht ganz ernst gemeinte) Zukunft:

  • Lügendetektor-App: Misst Hautwiderstand und Mimik – funktioniert aber nur, wenn der Lügner sich seiner Tat bewusst ist.
  • Bordstein- + Airbag-App: Warnt vor Hindernissen, während man starr auf das Display blickt, oder bläst im Falle eines Sturzes das Gehäuse auf (einmalige Nutzung!).
  • Chamäleon-App: Passt die Gehäusefarbe deinem Gemüt an, damit Fremde dich umarmen – dumm nur, wenn diese auch nur auf ihr eigenes Display starren.
  • Fledermaus-App: Zur Orientierung im Dunkeln mittels Ultraschall – Brillenputzfunktion inklusive.
Eine Umarmung eines echten Mitmenschen ist in ihrer Wirkung erfolgreicher als jede Umarmungs-App.

Die Illusion der totalen Kontrolle

Ob Anti-Krebs-App oder Illusions-Kappen-App (der vierwöchige Urlaub in 30 Minuten via Hirnstrommodulation) – wir versuchen, das Leben zu optimieren und umweltschonend zu "digitalisieren". Doch am Ende bleibt die Frage: Werden wir dadurch gescheiter?

Wenn wir sogar auf dem "stillen Örtchen" keine Ruhe mehr finden, weil die Powerbank den ständigen Energiehunger des Geräts stillen muss, haben wir die innere Mitte längst verlassen.

Vom Taschenmesser zum "Flatrate-Depp"

Es ist wie mit dem Taschenmesser: Erst waren es zwei Klingen, dann Schere, Korkenzieher und schließlich das ausklappbare Fahrwerk. Heute freue ich mich, wenn ich einfach nur den richtigen Schraubendreher für die passende Schraube finde. Danach mache ich Pause – ganz ohne Pausen-App.

Nun kommt die Corona-App, von Google verteilt –
das wär ja nett, doch sie hilft nur im Bett.
Springt der Virus dort nicht mit, bleibt er in der Kneipe fit.
Google sagt: "Wir tun, was geht" – doch Ärzte wissen, wie's wirklich steht.

Mein Klartext lautet: Alles zu seiner Zeit. Ständige digitale Belastungen gehen zu weit. Wer jenseits des Tellerrandes nach der Wahrheit schaut, braucht keine Überlebens-App. Erfahre mehr über echte Werte auf der Sitemap oder unter Lebenswert.

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