Plug-in Hybrid mit 3 Jahren Erfahrung
Einen Wermutstropfen habe ich mit der Erfahrung nun auch zu meinem neuen Auto, eigentlich zum Management der Steuerung des Plug-in Hybrid. Das sollte aber kein großes Problem sein, wenn der Hersteller dies genau so sehen sollte wie ich. Immerhin muss man erst einmal wissen, welche Dinge in welchem Zusammenhang ablaufen. Das hat durchaus etwas mit den Lebenswirkungen zu tun. Auch mein Start war nicht der Beste.
Wären wir nur Affen, würden wir nur gaffen, trifft es auf einem Mensch, dann gibt der seinen Senf.
Automatische Motorstarts: Was steckt dahinter?
Ich habe festgestellt, dass der Verbrennungsmotor meines Plug-in-Hybrids manchmal unerwartet anspringt, selbst bei warmem Wetter und vollem Akku. Ein Beispiel dafür war eine 1-km-Fahrt zum Supermarkt und zurück, bei der der Motor auf der Rückfahrt ansprang. Das ärgerliche daran ist, dass der Motor bei dieser kurzen Strecke nicht warm wird und dies zu Kondenswasser im Auspuff und Belastung des Partikelfilters führen kann.
Nach akribischer Beobachtung und Recherche in Foren habe ich gelernt, dass dies eine bewusste Entscheidung der Motorsteuerung ist. Um Schäden durch Stillstand vorzubeugen, wird der Motor spätestens nach 10 Tagen automatisch gestartet. So wird verhindert, dass der Kraftstoff verklumpt – denn der Tank ist sogar für E25 ausgelegt, das einen höheren Bio-Anteil hat. Dieses automatische Starten schützt den Motor und die Einspritzdüsen.
Verbrauch im Alltag und Wirtschaftlichkeit
Mein Plug-in-Hybrid hat sich für mich als ideales Kurzstreckenauto erwiesen. Mit einem Luftdruck von 3,2 Bar im Reifen erreiche ich auf meiner 4,6 km langen Strecke zum Baggersee und zurück einen Verbrauch von nur 10,8 kWh/100 km. Bei 27,43 Cent/kWh entspricht das 2,96 € Stromkosten auf 100 km.
Im Jahr 2020 lag mein Mehrverbrauch bei 533 kWh, was Stromkosten von etwa 160 € bedeutet. Mit einer jährlichen Steuer von 30 € für das Fahrzeug komme ich auf Gesamtkosten von nur 190 € pro Jahr. Das ist deutlich günstiger als jeder Diesel mit vergleichbarer Leistung, der allein durch die Jahressteuer teurer wäre.
Ein Plug-in-Hybrid ist nicht nur gut für die Umwelt, da er Feinstaub und Abgase auf Kurzstrecken reduziert, sondern auch für den Geldbeutel. Wer sein Fahrzeug regelmäßig lädt, kann den Kraftstoffverbrauch auf ein Minimum senken und die Vorteile der Rekuperation nutzen.
Was wäre also in Richtung Umweltschutz wertvoller? Vermutlich weniger wollen, was den Konsum angeht.
BEV oder lieber Plug-in Hybrid?
Während ein Plug-in-Hybrid dank seines Benzinmotors einen Notanker hat, ist man bei einem reinen BEV auf die Ladeinfrastruktur angewiesen. Das kann im Alltag zu unerwarteten Herausforderungen führen. Ich habe selbst erlebt, wie eine Ladesäule meine App nicht erkannte. Solche Situationen können nervenaufreibend sein, besonders wenn man es eilig hat.
Ein Plug-in-Hybrid vereint das Beste aus beiden Welten: elektrisches Fahren im Alltag und die Flexibilität eines Verbrenners für Langstrecken. Das macht ihn zur perfekten Lösung für ländliche Gebiete oder für Familien, die nicht immer Zugang zu öffentlichen Ladesäulen haben. Gerade im Winter, wenn der Akku über Nacht in der Kälte steht, ist der Verbrenner eine verlässliche Option, um optimale Reichweite und Leistung zu gewährleisten.
Ein sehr großer Akku wird aber für eine Langstrecke unter Umständen zu klein sein.
Ich bin nun schon 2,5 Jahre mit meinem vollelektrischen BMW iX3 unterwegs, und ohne die Erfahrungen mit dem Plug-in-Hybrid wäre dieser Umstieg vermutlich schwieriger gewesen. Nach dem Lesen vomKehrseite der Medaille vom PHEV, hätte ich den Umstieg wohl noch überlegt, so habe ich mich aber 2025 aufgeregt.
Plug-in Hybrid Ära bei zu Ende
Am 10.10.2025 wird der 225xe um 8 Uhr abgemeldet und diese Ära mit dem Aktiv Tourer -der leider nicht mehr aktiv war- geht zu ende. Die Bestätigung der Abmeldung war also heute um 8:10 Uhr von meiner Tochter. Dazu musste sie die Zulassungsstelle aufsuchen, weil der Fahrzeugschein nicht mehr auffindbar war. Sonst wäre das ohne Problem online auch gegangen, dazu wäre lediglich der Code unter dem Rubbelfeld notwendig gewesen. Deutsches Elektroauto Dilemma wird wohl zur Herausforderung