Die Machete des Scheins: Wenn Recht zur Ware wird
„Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein...“ Was als Kinderspiel begann, scheint in der Welt der Hochfinanz zur Perfektion gereift zu sein. Doch hier wird nicht hinter Bäumen oder Mauern gesucht, sondern hinter Paragrafenbergen und kaufmännischen Nebelkerzen.
In meiner Welt als Techniker gab es Strom oder keinen Strom. Es gab einen Isolationsfehler oder eine klare Leitung. Doch wenn das Recht zur Ware wird, die man sich kaufen kann, verschwimmen die Konturen. Ich sehe eine Welt, in der Juristen nicht mehr nur als Diener der Gerechtigkeit agieren, sondern bisweilen als moderne Sklaventreiber einer unsichtbaren Finanzkraft. Ihr Werkzeug ist nicht mehr die Peitsche, sondern die Frist, der Schriftsatz und das hämische Lächeln hinter der polierten Fassade.
Der Schein wirkt wie eine Machete für Leute mit wenig Knete.
Druck im System: Die Physik der Ohnmacht
Wenn der Druck im Inneren der Flasche ein gewisses Maß übersteigt, braucht es keinen Öffner mehr. Eine Flasche Coca-Cola geht ab wie eine Rakete, wenn man sie im richtigen Moment schnell genug umdreht. Es ist die Physik der Ohnmacht: Je mehr man versucht, den Deckel auf dem Unrecht zu halten, desto gewaltiger wird der Schub beim Ausbruch.
In den klimatisierten Etagen beherrscht man das Spiel mit dem „Schein“. Doch dieser Schein ist keine sanfte Beleuchtung, er wirkt wie eine Machete. Eine Machete, die sich durch die Biografien von Menschen schlägt, die mit wenig Mitteln versuchen, ihr Recht zu finden. Es ist ein ungleicher Kampf: Auf der einen Seite die glattpolierte Klinge der juristischen Übermacht, auf der anderen Seite die nackte Existenz, die nur nach Logik und Fairness verlangt.
Ob Eckstein oder Sixteen – am Ende stellt sich die Frage: Wer steht im Schatten der Machete?
Das hämische Lachen jener, die das System beherrschen, ist der Treibstoff für diese Rakete. Man glaubt, die Mechanik des Rechts so fest im Griff zu haben, dass der Mensch darin nur noch ein Arbeitswert (AW) ist, den man nach Belieben verbuchen kann. Doch dabei wird die Dynamik der Seelenlast unterschätzt. Wenn die Unterdrückung den Siedepunkt erreicht, verwandelt sich die süße Brause der Versprechungen in einen unaufhaltsamen Antrieb zur Transformation.
Wurde die Hochspannung in unserer Gesellschaft vielleicht nur deshalb deaktiviert, damit man im dunkeln der Paragrafen besser manipulieren kann? Es sprudelt wie eine Braustablette in einem dunklen Glas – unaufhaltsam, klebrig und bereit, den Rahmen des herkömmlichen Versteckspiels endgültig zu sprengen.